Ludwig Schütte - Pfälzer Maler und Historiker

Ausstellung im Museumsspeicher

Termin: 02.04.2022 bis 15.05.2022
Ort: Speicher des Museums
Veranstalter: Museum Edenkoben/Heimatbund Edenkoben
Beginn: zu sehen während der regulären Öffnungszeiten
Eintritt: Eintritt ist im Museumseintritt enthalten


Am  1. Februar 2022 jährte sich der Geburtstag des Malers und Historikers Ludwig Schütte zum 125. Mal. Gleichzeitig erschien das reich illustrierte Buch von Volker Storck, das die Lebensgeschichte dieses Mannes erzählt. Das Recherche-Material zu diesem Buch bildet die Grundlage zu der Ausstellung im Museum für Weinbau und Stadtgeschichte in Edenkoben, in der zusätzlich viele seiner Bilder aus dem Besitz des Heimatbundes Edenkoben e.V., dessen Ehrenmitglied Schütte war, sowie aus Privatbesitz gezeigt werden.

Aufgewachsen in Hannover meldet sich Ludwig Schütte 1914 als Freiwilliger zum Kriegseinsatz. Mehrfach verwundet kehrt er 1918 als Leutnant der Reserve in seine Heimatstadt zurück. Statt den künstlerischen Neigungen zu folgen entscheidet er sich für eine Karriere in der Zollverwaltung, die ihn 1924 ins damals französisch besetzte Neustadt/Haardt führt. Wann immer es die Arbeit zulässt, beschäftigt er sich mit der Geschichte seiner neuen Heimat. Den Schwerpunkt seiner Forschungen bilden bald die Kämpfe rund um Edenkoben in den Jahren 1793-1795. Schon damals entstehen erste Skizzen, Zeichnungen, Gemälde und Zeitungsbeiträge zu diesem Thema, das ihn bis zum Lebensende begleitet. Bei Kriegsausbruch 1939 als Reserveoffizier zunächst an der Westfront eingesetzt, wird Schütte nach harten Kämpfen auf der Krim und im Kaukasus - inzwischen zum Major befördert - Leiter der kroatischen Infanterieschule in Bosnisch-Brod. Aus der anschließenden Kriegs-gefangenschaft von 1945 bis 1951 bringt er zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle mit nach Hause, die er später in Buchform veröffentlicht. Schütte wird erneut in der Zollverwaltung verwendet, zunächst an der Grenze zum Saarland, dann in Landau, wo er zuletzt das Hauptzollamt leitet. Nach seiner Pensionierung 1962 findet er endlich genügend Zeit für die Malerei sowie seine weiteren vielfältigen Interessen.

Eine Einführung in die Ausstellung bildet der Vortrag von Volker Storck am Freitag, 1. April 2022. Die Ausstellung ist dann zu den bekannten Öffnungszeiten des Museums zu sehen bis zum 15. Mai 2022.