Am 23. Juni wurden erstmals Stolpersteine verlegt – für Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Viele Interessierte folgten trotz Hitze der Einladung der Stadt Edenkoben und waren Teil dieses besonderen Momentes.
Die Steine holen ihre Geschichten zurück ins öffentliche Bewusstsein und mahnen: Nie wieder dürfen Hass und Ausgrenzung solchen Raum gewinnen.
Norbert Lingenfelder, Beauftragter der Stadt Edenkoben für die Erinnerungsarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus, und Schülerinnen und Schüler der Paul-Gillet Realschule Plus, des Gymnasiums Edenkoben sowie Jugendliche des Jugendzentrums haben sich aktiv mit den Schicksalen auseinandergesetzt und erinnern so an die Opfer.
Verlegt wurden die Steine von Herrn Frank-Matthias Mann, dem Assistenten des Künstlers Gunter Demnig (Initiator des europaweiten Stolperstein-Projekts), in der Weinstraße 95 und der Tanzstraße 4.
Insgesamt wurden bisher rund 126.000 Steine in 32 europäischen Ländern verlegt. Auch in Edenkoben werden weitere Stolpersteine verlegt.
Text und Bild: Stadt Edenkoben